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Friday, 20 March 2009 |
Raubkopien
Wieder gestiegen
Die Zahl der illegalen Downloads ist wieder angestiegen. Grund dafür soll angeblich die zu lasche Vorgehensweise der Justizbehörden sein, so der Vorfwurf der Musikwirtschaft.
Dieter Gorny, leibesmächtiger Chefrepräsentant der deutschen Musikwirtschaft freut dies gar nicht. Laut seiner Ansicht bagatellisierten die Staatsanwälte das illegale Kopieren von Musik. Nun will er gemeinsam mit der Musikwirtschaft strikter gegen Raubkopierer vorgehen. Der Bundesverband Musikindustrie hat sich daher vorgenommen, pro Monat 1.000 Abmahnungen zu erstellen.
Die Musikindustrie beginnt ihre Hetzjagd gegen Raubkopierer nicht zu Unrecht: Nachdem die Zahl der illegalen Downloads in den vergangenen Jahren stetig zurück gegangen war, stiegen sie 2008 wieder an, wie es aus dem Jahresbericht der Musikindustrie hervorgeht. Dem Bericht zufolge luden die Deutschen im vergangenen Jahr 316 Millionen Titel herunter, vier Millionen mehr als noch 2007.
Besonders getroffen hat der Anstieg der Raubkopierer Musikkonzerne wie Universal, Sony BMG oder EMI, deren Umsätze und Gewinne drastisch einbrachen. Die Verfolgung der User, die Musik illegal downloaden, gestaltet sich indessen als sehr schwierig, denn die Staatsanwälte kommen in Deutschland längst nicht mehr hinterher, sehr zum Ärgernis von Verbandspräsident Gorny.
Um gegen die wieder steigenden Zahlen der Raubkopien anzukämpfen, sollen die Urheberrechte nun anders geschützt werden. Dazu bedient sich die Musikindustrie des zivilrechtlichen Auskunftsanspruchs, auf dessen Basis sie bei Internetprovidern wie T-Online, Freenet oder 1&1 Daten abfragt, um den Raubkopierern anschließend Abmahnungen zuschicken zu können.
welt.de |
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